Druckerhöhungsanlage Nüttermoor

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Es war von Anfang an das Bestreben des Verbandes, die betriebsnotwendigen Investitionen zur Verbesserung und Sicherstellung der Versorgung der Bevölkerung des Verbandsbereichs mit überdurchschnittlich gutem Trinkwasser und mit überall ausreichenden Druckverhältnissen vorrangig durchzuführen.

Nachdem das in den Jahren 1971 bis 1074 als 1. Baustufe erstellte Wasserwerk Hesel-Hasselt in den Jahren 1981 bis 1983 mit der 2. Baustufen auf die doppelte Aufbereitungsleistung von 750 (max. 800) m³/Stunde vergrößert worden war, musste auch das Speichervolumen dringend diesen veränderten Grundlagen angepasst werden.

Dies war einmal direkt beim Wasserwerk an einem dafür vorgehaltenen Platz oder aber extern möglich. Nach umfangreichen Berechnungen und Analysen des Rohrnetzes durch die Firma "Montan-Forschung" in Düsseldorf ergab sich schließlich, dass die externe Lösung die weitaus bessere ist, da hierdurch die folgenden weiteren und wesentlichen Vorteile erreicht werden:

1.) Durch die Gebietsreform im Jahre 1973 und einer anschließenden Übereinkunft mit den Stadtwerken Emden GmbH (SWE) wurde das westliche Verbandsgebiet um die Ortsteile Gandersum, Oldersum und Tergast der Gemeinde Moormerland sowie die weitläufigen Hammrichgebiete bei Oldersum und Riepe wesentlich vergrößert.
Dies konnte in der ursprünglichen hydraulischen Berechung des Verteilungsnetzes, die bereits Anfang der sechziger Jahre erfolgte, noch nicht berücksichtigt werden. Die Folge waren unter dem verbandlichen Standart von 3 bis 6 bar liegende Druckverhältnisse in Spitzenabnahmezeiten.
Diese können nunmehr durch erhöhte Pumpenleistung in der Anlage Leer-Nüttermoor besser ausgeglichen werden.

2.) Der von der Firma "Montan-Forschung" in Düsseldorf errechnete optimale Standort für die Anlage, der dann letztlich auch gewählt wurde, liegt am Knotenpunkt von drei hier zusammentreffenden Hauptringleitungen  des verbandlichen  Versorgungssystems.
Diese Leitungen sind zugleich mit den in den Jahren 1981 bis 1983 erstellten Verbundanlagen direkt verbunden, sodass bei Ausfall des Wasserwerkes Hasselt oder in sonstigen Notsituationen und bei gegebener Betriebsbereitschaft der Speicher- und Pumpanlage Nüttermoor, Wasser aus dem Verbundnetz (z.B. vom Wasserversorgungsverband Rheiderland über den über den bestehenden Emsdüker oder vom Wasserwerk Tergast der Stadtwerke Emden GmbH über eine dort fest installierte Druckerhöhungspumpe oder evtl. von den Stadtwerken Leer) in verbrauchsärmeren Zeiten (nachts) in die Behälter in Nüttermoor eingespeist werden kann.

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